Nicht nur wählen. Mitbestimmen.

IT der Piratenpartei NRW grundlos vom Netz genommen

Zum Ausfall der IT der Piratenpartei NRW am 15. Januar 2015, erklärt Patrick Schiffer, Vorsitzender der Piratenpartei Nordrhein-Westfalen:

“Am 15. Januar hat das Landeskriminalamt (LKA) ohne Vorwarnung die gesamte IT-Infrastruktur des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen vom Netz genommen. Wir äußern uns erst jetzt, da wir den Vorgang zunächst gründlich geprüft haben und weiter intensiv prüfen. Die Trennung der Server vom Internet erfolgte aufgrund eines Beschlagnahmebeschlusses, der die Beschlagnahme der Benutzerkonten einer Person anordnete. Nach derzeitigem Kenntnisstand existierten diese Benutzerkonten jedoch nie. Unabhängig davon ist das Abklemmen der gesamten IT-Infrastruktur einer Partei völlig unverhältnismäßig, wenn man nur Daten eines möglichen Benutzers sicherstellen möchte.”

Der Ablauf:

Am 15. Januar 2015 ab 9:45 Uhr war unsere IT-Infrastruktur nicht mehr erreichbar und unsere Administratoren begannen mit der Fehlersuche. Erst um 11:12 Uhr bekamen wir telefonisch die Nachricht, dass das LKA unsere IT-Infrastruktur im Rechenzentrum in Düsseldorf vom Netz genommen hat. Davon betroffen waren u.a. unser Webserver, der E-Mailserver inklusive der Mailinglisten, der Owncloud-Server, unsere Groupware sowie die Mitgliederverwaltung. Um 12:21 Uhr gingen schließlich alle Systeme wieder ans Netz.

Die Infrastruktur des Landesverbandes NRW war also für fast zweieinhalb Stunden offline. Alle parteiinternen E-Mailkonten der Vorstände, der Landtagsabgeordneten, der kommunalen Mandatsträger, der Beauftragten und auch der Mitglieder waren in dieser Zeit nicht verfügbar. Unser Webauftritt war nach außen nicht mehr erreichbar. Auch jegliche Verwaltungsumgebungen waren für diesen Zeitraum nicht erreichbar.

Wir haben im Rahmen unserer rechtlichen Verpflichtung mit dem LKA kooperiert, um die Daten unserer Mitglieder zu schützen und gleichzeitig die IT-Infrastruktur schnellstmöglich wieder in Betrieb nehmen zu können. Dabei hat unser Administrator die erforderlichen Schritte durchgeführt. Beamte des LKAs hatten zu keinem Zeitpunkt irgendeine Kontrolle über unsere Systeme und es wurden keine Daten oder Informationen zu Mitgliedern des Landesverbandes an das LKA übergeben.