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Stellungnahme der Landesvorstandes der Piratenpartei NRW zur Causa “Flauschcon”

Im Vorfeld der Veranstaltung “Flauschcon” bewilligte der Landesvorstand einen Finanzantrag des Organisationsteams, welcher hier nachzulesen ist. Im Detail enthielt der Beschluss folgendes:

  1. Der Landesverband bezuschusst die Flauschcon mit 500,00€
  2. Der Landesverband stellt eine Ausfallbürgschaft i.H.v. 2.000,00€ für den Fall, das nicht ausreichend Spenden generiert würden.

Es wurden Spenden i.H.v. 1.774,44€ generiert, zuzüglich der 500,00€ Bezuschussung durch den LV NRW.
Die von uns bezahlten Rechnungen teilen sich wie folgt auf:

Hallenmiete 1.071,00€
Transportkosten f. Dekoartikel 595,00€
Verlegeband u. Div. Hilfsmat. 150,00€
Fahrkarte f Referent 150,00€
Streaming 500,00€

Somit kam der Landesverband NRW zu einer Bezuschussung aus d. Ausfallbürgschaft i.H.v. 192,00€, welches durch den Beschluss vom 30.08. gedeckelt war.
Dies sind alle Kosten die dem LV NRW entstanden sind und übernommen wurden.

Darüber hinaus wurden weitere Kosten an den LV NRW heran getragen, verursacht durch ein Mitglied der Flauschcon Orga, welcher sich Lieferanten gegenüber als Eventmanager der Piratenpartei Deutschland ausgegeben hat. Mit einem Lieferanten hatte dieser sogar einen Geschäftstermin im Landtag NRW und versprach ihm bereits dort ein Budget für die Ausstattung des Bundesparteitages, worauf hin er diverse Gratisaktikel erhielt.
An den Vorstand des Landesverbandes NRW wurden folgende Kosten herangetragen:

  • 1.950€ Teppich
  • 1.088€ Dekostoff
  • 3.570€ Ausstattung u. Deko ( eigentlich Gesamtbetrag laut Rechnung 10.115,00€, der Rest war als Spende gedacht )
  • 5.569€ Miete Veranstaltungstechnik
  • 853€ verlorene o beschädigte Technik

Der Landesverband NRW der Piratenpartei Deutschland sieht sich nicht in der Pflicht, diese Ausgaben zu tragen, da von uns zu keinem Zeitpunkt ein Mitglied mit der Anschaffung dieser Artikel beauftragt war. Wir arbeiten in dieser Angelegenheit bereits mit unserer Rechtsabteilung zusammen und haben die entsprechenden Lieferanten über den Sachverhalt informiert.
Bei der Verlegung des Teppichs entstand durch Verwendung des falschen Verlegebandes in der Halle ein Schaden i.H.v. 5.800 €, welcher bei unserer Versicherung eingereicht wurde

24 Kommentare

  1. 1
    Ein ex-Pirat

    Na das ist ja mal echte Solidarität: Rene beschafft das Zeug, organisiert die Veranstalung, die Partei freut sich und macht mit und hinterher läßt man Rene auf den Kosten sitzen.
    Wie soll der denn die über 13 kEUR bezahlen?

    • Hier wurden Lieferanten, Vorstand u. Orgateam getäuscht u belogen, da kann man wohl nicht erwarten das irgendwer dankbar ist.

  2. 2

    Na dann war die Veranstaltung ja ein voller Erfolg. Zumindest für die, die das Sofa und die Technik geklaut haben oder Spendenquittungen bekommen für etwas, das nicht einmal 10% des Wertes hat. Und für das Hotel springt ein nagelneuer Bodenbelag dabei heraus.

    • Nicht das Hotel, der Teppich in der Halle, der wurde extra dafür gelegt, doch der Profi hat wohl falsch geklebt, oder war der hallenboden schlecht, wer war dort? Mir hat Rene erzählt, es wären Sachspenden. Und den Rest zahlt er selber. Und ob die Versicherung zahlt, ist noch fraglich, die werden erstmal prüfen. Doch jetzt wir die Aktion wieder von der Pressen zerrissen, sind wir zu Gutgläubig. Wir müssen professioneller werden, sagt Fizz.

  3. 3
    Transpirator

    Im Sinne der Transparenz: Wer ist denn dieser Rene, der die Piratenpartei mal eben um ein paar tausend Euro erleichtern wollte?

  4. 4

    […] Landesvorstand der Piraten NRW nimmt Stellung zur Causa Flauschcon: An den Vorstand des Landesverbandes NRW wurden folgende Kosten […]

  5. 5

    […] Portal des Landesvorstandes NRW » Der Landesverband NRW der Piratenpartei Deutschland sieht sich nicht in der Pflicht, diese Ausgaben zu tragen, da von uns zu keinem Zeitpunkt ein Mitglied mit der Anschaffung dieser Artikel beauftragt war. Wir arbeiten in dieser Angelegenheit bereits mit unserer Rechtsabteilung zusammen und haben die entsprechenden Lieferanten über den Sachverhalt informiert.  […]

  6. 6
    Nyarlathotep

    Naja, Organisation ist das eine, aber wenn man hier die Schranken deutlich sprengt, ist das wohl ein grober Fehler seinerseit (Beim Budget von 2,5K€ für über 5K Technik zu mieten ist entweder dumm oder dreist!).
    Und eine Ledercouch die mal eben verschwindet.. Ich meine, man braucht ja schon 2 Leute um ne kleine Couch zu wuchten und auffällig ist das doch im Allgemeinen auch. Ich möchte diesem Rene nichts unterstellen, aber man sollte ihm doch mal auf den Zahn fühlen, was es damit auf sich hat.

  7. 7

    i.H.v. 2.000,00€ für den Fall, dass

    • wenn Du bei der Mumble-Sitzung dabei gewesen wärst, würde Du es verstehen, nur soviel, falls nicht genug Spenden reinkommen. Lt. Rene waren alle Kosten gedeckelt. Durch Geld und Sachspenden.

  8. 8

    Die Kosten belaufen sich nach meiner Rechnung auf 2.366 Euro. Die Einnahmen belaufen sich nach meiner Rechnung auf 2.244 Euro. Dann bleiben nur 122 Euro aus der Ausfallbürgschaft zu zahlen und nicht 192 Euro. Wo ist der Fehler?

    • Fragt sich wohl eher, was an der Rechnung richtig ist. Eingenommen wurden 2274,44 und ausgegeben 2466.

  9. 9

    Also wenn ich das oben zusammenrechne komme ich auf:
    2366 €
    Davon ziehe ich nun Spenden und Bezuschussung ab: -(1744,44€ + 500€) =
    121,56€
    Wie kommen die auf 192€? ^^ Bin unwissend kann mich wer aufklären?
    Ist ja eig auch egal ist ja gedeckelt wichtiger sind ja die unten stehenden Kosten. Würd mich aber mal interessieren.
    Hab ich das richtig verstanden ein Mitglieder Piratenpartei hat sich als Eventmanager ausgegeben. (Dieser Rene von dem hier alle reden). Er hat sich im Landtag mit den Firmen getroffen, das heißt doch er ist Abgeordneter?
    Die Flauschcon an sich ist aber keine von der Piratenpartei organisierte Veranstaltung? Sondern wir nur gesponsert?
    Wenn ja ist dieser Rene voll auf seinen Kosten hängen geblieben. Wenn aber die Piratenpartei haftet, muss dieser Rene ja als Organisator bekannt gemacht worden sein oder? Damit sind wir doch selbst schuld wenn wir kein Kontrollorgan haben… Also wie gesagt stehe nicht in der Materie und lasse mich gerne aufklären. Was die unteren Kosten zu Deko angeht gut 😀 selbst schuld wer brauch schon Deko. Miete zu Veranstaltungstechnik joar bin da auch kein Brain drin klingt aber völlig normal (Ist wohl ne große Veranstaltung). Zu den 835€ geklaute oder zerstörte Technik da sollten sich mal die Leute selbst an die Nase fassen wer passt den da bitte nicht auf? Also da kann man nur den Kopf schütteln.

    • Große Veranstaltung? 150 Leute waren da, der Parteitag in Bingen mit 1000 kostete unwesentlich mehr. Dafür war die Flauschcon weniger produktiv.
      Was mich total ankotzt, ist, daß man jetzt alles Rene aufhalsen will, obwohl sich ganz andere Leute als verantwortlich gemeldet haben:
      http://wiki.piratenpartei.de/NRW:Arbeitskreis/Kultur/Barcamp/Orga
      Was ist mit den Verantwortlichen beim Aufbau, warum müssen die nicht die 5800 EUR Schaden für den Teppichkleber bezahlen? Was ist mit den Verantwortlichen beim Abbau, warum müssen die nicht das geklaute Sofa ersetzen? Ich sehe da bei Orgateam nirgends einen Rene. Was ist mit den Leuten, die unter “aufpassen, da niemand Mist macht” stehen? Und warum ist Leena nicht schuld, von ihr kam doch überhaupt erst diese Schnapsidee?

      • Wenn Du Rene hättest reden hören, würdest Du hier nicht mehr schreiben. Ich war dort, und rene war der Macher. Und er hat seinen Job sehr gut gemacht, soweit ich das beurteilen kann. Doch leider hat er nicht die Wahrheit gesagt, er hat alle Beteiligten hinters Licht geführt.

  10. 10

    Oben hatte sich ein Tippfehler eingeschlichen, es handelt sich um 1774,44 Spenden und Verlegeband u. div. waren 150,00 so kommt man dann auch auf 192 Zuschuss.

    Abgeordneter ist er natürlich keiner, ich dachte ihr kennt die alle? 😉

  11. 11

    Seltsame Geschichte!
    Eure Vorstandsbeschlüsse sind doch öffentlich, ich gehe davon aus, dass das Orgateam der Veranstaltung die Höhe der durch die PP übernommenen Kosten kannte. Wenn schon nicht alle, dann doch wenigstens 1 oder 2 Personen. Hat sich während der Organisation denn niemals jemand gefragt, wer das alles bezahlen soll?
    Personen, die aus egal welchen Gründen komische Sachen veranstalten gibt es immer. Hier scheinen aber alle Kontrollmechanismen versagt zu haben und das ist ein Problem. Wenn nicht der PP, so zumindest des Orgateams der Flauschcon.

  12. 12

    […] der jedoch wohl ein Fall für die Haftpflichtversicherung ist. Dies wurde gestern per Pressemitteilung kommuniziert, die auch die Popcirnpiraten […]

  13. 13
    Jorgos Tsichlakis

    Tja, und wieder zeigt sich meiner Meinung nach, das gute Partei- und Piratenarbeit in der Praxis nicht unbedingt “nur” von Leuten gemacht werden sollte, die “ganz toll IT können”, die “ja schon soooo lange in der Partei sind”, die “man ja so gut kennt(wahrscheinlich von tausenden Mail-Thread-Twitter-Blog-wasweisich-Gedöns”, sondern auch von denen, die ihren gesunden Menschenverstand noch nicht ins Internet (ein)gestellt haben und dann meinen, sämtliche Weisheiten schon mit der Muttermilch eingenommen zu haben.

    Gruß
    Jorgos
    (Admiral)

  14. 14

    Das ist hoffentlich uns allen eine Lehre.
    Beim Geld und bei der Einbeziehung von externen Anbietern hört der Flausch auf. Da geht es um Kalkulation und Einhaltung von Budgets, Verantwortung, Controlling, Sicherheit, rechtliche Verpflichtungen und Image.
    Die Verpflichtung zur frühzeitigen Einbeziehung der AG Events ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.
    Gruß
    Klaus

  15. 15

    wurde denn wenigstens ein Kostenvoranschlag eingereicht? Daran kann man sich halten, wenn es sich um die Kostenverteilung geht. Wer die Musik bestellt zahlt. So war es immer.

  16. 16

    Schlimmer noch als die Kostenexplosion finde ich ehrlich gesagt wie damit umgegangen wird. Das schwarze Schaf ist gefunden und der soll dafür dass wir eine Veranstaltung zur Kommunikationsverbesserung in der Partei hatten, nun gerade stehen?
    Fehler werden gemacht und gehören zum Lernprozess dazu, aber kann man auch Rückgrad haben erlernen? Locationentscheider, steht doch bitte dazu dass Ihr Fehler gemacht habt, und im Orgateam, und in der Schatzmeisterei und überhaupt…wär die Veranstaltung ein Erfolg geworden hätten sich alle Beteiligten gebrüstet und jetzt will es keiner gewesen sein…..dieses Verhalten find ich ehrlich gesagt viel enttäuschender als die Kostenexplosion.

  17. 17
    Harald Orger

    Natürlich kann man sich weigern das zu zahlen, besonders wenn der eigene Rechtsanwalt das auch so sieht.

    Aber etwas bleibt hängen:

    Piraten, dass sind die, die ihre Rechnungen nicht bezahlen. Das sind die, bei denen man auf den Kosten sitzen bleibt. Das sind die, die keinen Bock auf Arbeit haben, aber eine große Zeche machen.

    Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich völlig ungeniert.

  18. 18

    Bin jetzt erst durch den Jahresrückblick auf das Ausmaß des Flauschcon-Desasters aufmerksam geworden. Hatte zwar schon im Spiegel davon gelesen, aber dass danach ein monatelanger Shitstorm tobt, war an mir vorbeigegangen.

    Um’s klar zu sagen: Sind wir denn hier wirklich im Kindergarten? Wenn dieser René sich eigenmächtig als “Eventmanager” ausgibt und reihenweise Verträge abschließt, dann ist er natürlich haftbar, wenn dafür keine Legitimation des Landesverbands vorliegt.

    Die Vorgehensweise ist eigentlich einfach:

    1. Sich von den Lieferanten die Aufträge vorlegen lassen.
    2. Nachschauen, wer die aufgegeben hat.
    3. Liegt für den Auftrag eine Legitimation des Landesverbands vor -> bezahlen
    4. Alles, was ohne Legitimation in Auftrag gegeben wurde, bleibt selbstverständlich an der Person hängen, die die Verpflichtungen eingegangen ist.

    Stellt euch mal vor, die Rechnung wäre auf 100.000 EUR gekommen? Da hätte ja jemand im Alleingang theoretisch ganze Firmen oder Privatpersonen in den Ruin reißen können?

    Dieser “Eventmanager” scheint kaufmännisch anscheinend nichts drauf zu haben.
    Und bei einer solchen Vorgehensweise wird der sicher keine Referenzen vorweisen können oder möglicherweise sogar schlechte Absichten verfolgt haben, um die Partei finanziell zu erleichtern.

    Wer jetzt hier so toll Solidarität einfordert, ist einfach nur naiv. Bezahlt werden sollte nach Rechtslage, punkt. Genau solche Sorglosigkeiten nach dem Motto: Die Gemeinschaft zahlt schon den Schaden, sind es, die die Partei auf 3% wieder haben sinken lassen.

    Deswegen bleibt gar nichts anderes übrig, als jetzt die nötige Professionalität an den Tag zu legen und die Sache so abzuarbeiten, dass die wahren Verantwortlichen für das Desaster auch zur Rechenschaft gezogen werden.
    Dasselbe fordern schließlich die Piraten auch bei Verfehlungen der Etablierten.

Was denkst du?